Familie mit rotem Ball - Nasenbluten und blaue Flecken sind häufig ein Zeichen für das von-Willebrand-Syndrom

Früherkennung bei Kindern

 

Das von-Willebrand-Syndrom ist eine Erkrankung, die in den meisten Fällen vererbt wird. Betroffene leiden also von Geburt an unter der Gerinnungsstörung – meist wird sie jedoch erst nach schweren Operationskomplikationen diagnostiziert. Je früher sie erkannt wird, umso höher sind die Chancen, dass Menschen mit von-Willebrand-Syndrom – vor allem Kinder – ihr Leben unbeschwert und sicher genießen können.

Eine Früherkennung des von-Willebrand-Syndroms…

… ist wichtig für die richtige Versorgung akuter Blutungen.

Dazu gehören zum Beispiel lang anhaltende Blutungen beim Ausfallen von Milchzähnen, Nasenbluten und Schmerzen, die durch Muskelblutungen nach Stürzen entstehen können.

… verhindert Komplikationen bei Routine-Eingriffen. 

Ist bekannt, dass Ihr Kind von einem von-Willebrand-Syndrom betroffen ist, können im Vorfeld medizinischer Eingriffe (z.B. Impfungen oder Operationen) Maßnahmen ergriffen werden, die das Blutungsrisiko minimieren.

… vermeidet Langzeitschäden.

Häufig leiden Patienten mit einer schweren Form des von-Willebrand-Syndroms, bei denen erst sehr spät die Gerinnungsstörung erkannt wurde, unter Arthropathien: Als Folge wiederholter Einblutungen in die Gelenke kommt es zu schmerzhaften, entzündlichen Veränderungen und langfristig zur Versteifung der Gelenke. Der Bewegungsapparat ist dann unwiederbringlich geschädigt.

… sorgt für adäquates Verhalten im Notfall.

Bei unerkanntem von-Willebrand-Syndrom können große, unfallbedingte Verletzungen zu einem lebensgefährlichen Blutverlust führen. Das Mitführen eines Notfall-Ausweises und das Mitwissen von Angehörigen, die die behandelnden Ärzte oder das Notfall-Team schon am Unfallort informieren, kann den Betroffenen das Leben retten.

… steigert insgesamt das Wohlbefinden.

Mädchen und Frauen mit von-Willebrand-Syndrom verlieren mit Einsetzen der Monatsblutung regelmäßig große Mengen an Blut, denn auch die Periode verläuft häufig stärker und dauert länger als bei gesunden Frauen. Als Folge treten oft Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit und eine allgemeine Leistungsschwäche auf – eine große Belastung, die mit der richtigen Behandlung vermieden werden kann.

 

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