Warnsignale bei Kindern
Weil die Ausprägungen so vielfältig sind, ist es für nicht einfach, ein von-Willebrand- Syndrom zu erkennen – oft nicht einmal für den Kinderarzt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Eltern und Erzieher mit den Symptomen vertraut sind und sie im Verdachtsfall dokumentieren. Nur so kann bei Kindern ein von-Willebrand-Syndrom früh erkannt und entsprechend behandelt werden.
Kleinkinder
- große blaue Flecken in der Lauflernphase und nach eigentlich harmlosen Stürzen
- große Blutergüsse nach Impfungen
- lang anhaltende Blutungen bei Schnitt- und Schürfwunden (länger als 10 bis 15 Minuten)
Schulkinder
- Häufigere und größere blaue Flecken im Vergleich zu Altersgenossen
- Häufiges, oft beidseitiges Nasenbluten
- Schwer stillbare Blutungen beim Zähne ziehen oder beim Zahnwechsel, häufiges Zahnfleisch- oder andere Schleimhautblutungen. Wichtig: Blutverlust wird oft unterschätzt, weil Kinder das Blut schlucken.
- Starke Nachblutungen bei Operationen (z. B. Entfernung der Rachenmandeln oder Polypen)
- Gelenk- und Muskelblutungen (bei schweren Verlaufsformen)
Treten einige der oben genannten Symptome auffällig oft auf, dann sollte ein auf Gerinnungsstörungen spezialisiertes Behandlungszentrum aufgesucht und die Ursache genau abgeklärt werden. Für den Besuch beim Arzt empfiehlt es sich, auftretende blaue Flecken und Blutungen inklusive deren Ursache, Dauer und Intensität zu notieren.
Das Netzwerk vWS entwickelt derzeit Materialien, mit denen eine Protokollierung von Verdachtssymptomen erleichtert wird. Senden Sie einfach eine eMail an info(at)netzwerk-von-willebrand.de.

