Netzwerk vWS - von Willebrand Syndrom

Die Diagnose des von-Willebrand-Syndroms

Ein unentdecktes von-Willebrand-Syndrom kann in Extremsituationen eine große Gefahr darstellen – umso wichtiger ist es, dass die Erkrankung möglichst frühzeitig erkannt wird. Denn nur wer richtig diagnostiziert ist, kann auch angemessen behandelt werden.

Wichtiger Bestandteil einer ersten, orientierenden Diagnostik ist die Eigen- und Familienanamnese, d. h. ein Gespräch mit dem Arzt über die Vorgeschichte der eigenen Blutungsereignisse und die der Familienmitglieder. Häufig nimmt Ihr Arzt dabei einen  standardisierten Fragebogen zu Hilfe. Auch Hilfsmittel wie z. B. ein Blaue-Flecken-Kalender oder ein Menstruationsstärkenkalender können die Diagnosestellung unterstützen. Über die App „MyFlow Score“ können Mädchen und Frauen ihre Regelblutung dokumentieren und direkt auswerten lassen. Dies kann auch bei Unsicherheiten gegenüber der Menstruationsstärke behilflich sein.

Bei den ersten Untersuchungen werden Blutbild und Blutgruppe genau unter die Lupe genommen, bevor sich spezifischere Blutuntersuchungen anschließen.

Bei einem Verdacht auf ein von-Willebrand-Syndrom sollten Sie sich unbedingt an ein auf Blutgerinnungsstörungen spezialisiertes Zentrum überweisen lassen. Ein Behandlungszentrum in Ihrer Nähe finden Sie über unsere Arzt-Suche. Mittels verschiedener Laboruntersuchungen kann dort festgestellt werden, ob tatsächlich ein von-Willebrand-Syndrom vorliegt und wenn ja, welcher Typus.

Sie haben den Verdacht, an einem von-Willebrand-Syndrom zu leiden? Machen Sie hier den Selbsttest.

Ein Notfallausweis kann Leben retten!

Wenn bei Ihnen ein von-Willebrand-Syndrom festgestellt wurde, erhalten Sie einen Notfallausweis, der über Art und Typ Ihrer Erkrankung Auskunft gibt. Er hilft z. B. Rettungsärzten dabei, nach einem Unfall umgehend die richtigen Schritte und Maßnahmen einzuleiten. Achten Sie deshalb darauf, das Dokument möglichst immer bei sich zu tragen.  

VWS – Familiensache!?

Da das vWS erblich bedingt ist, sollten Sie die Erkrankung auch innerhalb Ihrer Familie thematisieren. Weibliche Familienmitglieder sollten sich z. B. über die – möglicherweise verlängerte – Regelblutung austauschen und diese nicht als gegeben ansehen. Zudem ist es sinnvoll, Angehörige ebenfalls untersuchen zu lassen, wenn bei einem Familienmitglied bereits ein vWS diagnostiziert wurde.

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