Netzwerk vWS - von Willebrand Syndrom

Reisen mit dem von-Willebrand-Syndrom

Urlaub oder Geschäftsreise: Auch wenn es einmal weiter weg gehen soll, ist das für Sie als Betroffene oder Betroffener des von-Willebrand-Syndroms grundsätzlich kein Problem. Vorausgesetzt Sie treffen einige wichtige Vorbereitungen. Dazu gehört vor allem das Gespräch mit Ihrem Arzt bzw. dem Gerinnungszentrum. 

 

 

Medikamente/Faktorkonzentrate - Lassen Sie sich insbesondere mit ausreichend Medikamenten bzw. Faktorkonzentraten und entsprechenden Kanülen versorgen. Das gilt auch, wenn Sie die Medikation nur im Bedarfsfall benötigen. Berücksichtigen Sie dabei, dass durch Notfälle ein Mehrbedarf entstehen kann. Bei Flugreisen sollten Sie die Präparate unbedingt im Handgepäck mit sich führen. Damit es bei Sicherheitskontrollen und Zoll keine Probleme gibt, benötigen Sie allerdings ein ärztliches Attest. Eine entsprechende Vorlage finden Sie hier zum Download.

Medikamentenlagerung - Die meisten Faktorkonzentrate können über längere Zeiträume bei Raumtemperatur aufbewahrt werden, so dass sie auch längere Anreisen im Flugzeug unbeschadet überstehen. Nichts desto trotz sollten Sie jedoch vor allem bei Reisen in warme Gebiete auf die in der Packungsbeilage angegebenen Lagerbedingungen achten.

Notfalladresse vor Ort - Bringen Sie für alle Fälle die Adresse des nächstgelegenen Gerinnungszentrums vor Ort in Erfahrung und erfragen Sie die Möglichkeit der Versorgung mit Faktorkonzentraten. Eine Liste mit Gerinnungszentren im Ausland finden Sie hier.

Notfallausweis - Nehmen Sie unbedingt Ihren Notfallausweis mit, bei Auslandsreisen möglichst in englischer Sprache. So führen Sie Angaben zu Ihrer Erkrankung, der Behandlung sowie die Adresse Ihres Behandlungszentrums stets mit sich. Den Notfallausweis finden Sie hier.

Impfungen - Müssen Standardimpfungen aufgefrischt werden? Oder sind für das Urlaubsland spezielle Impfungen erforderlich? Planen Sie diese möglichst frühzeitig. Impfungen sollten nur subkutan erfolgen, um Muskelblutungen zu vermeiden. Weisen Sie Ihren Arzt vor der Impfung daher auf ihre Gerinnungsstörung hin.

Krankenversicherung - Die Vorlage Ihrer Sozialversicherungskarte genügt, um sich in allen EU-Ländern sowie in der Schweiz, Island, Liechtenstein, Norwegen, Kroatien, Mazedonien und Serbien behandeln zu lassen. Bei Reisen in andere Länder ist der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll. Erkundigen Sie sich genau nach den Leistungen und einem möglichen Rücktransport.

Reiseapotheke - In der Reiseapotheke sollten neben den persönlichen Medikamenten einige andere Utensilien nicht fehlen. Dazu zählen Kompressen, Wundschnellverband, Desinfektionsmittel, Einmalspritzen, Ersatz-Butterflys und normale Kanülen. Bei Fieber- und Schmerzmitteln sowie Medikamenten zum Beispiel gegen Durchfall und Übelkeit sollten Sie sich in Ihrer Apotheke beraten lassen, ob bestimmte Produkte möglicherweise Auswirkungen auf die Blutgerinnung haben und deshalb nicht eingenommen werden sollten.

Ausführlichere Informationen zum Thema „Reisen mit von-Willebrand-Syndrom“ finden Sie in unserer Broschüre, die Sie als PDF herunterladen oder hier bestellen können.

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