Warum ist eine Diagnose so komplex?

Häufige blaue Flecken, langes und wiederkehrendes Nasenbluten oder auch eine starke und/ oder verlängerte Periode – Symptome, welche in Akutfällen in eine lebensbedrohliche Gefahr münden können? Wohl kaum, würde man vermuten, da diese Symptome für sich gesehen erst einmal harmlos wirken. 

 

Was tun bei einem Anfangsverdacht?

Ein Selbsttest kann einen ersten Hinweis liefern. Außerdem gibt es weitere Hilfsmittel wie z.B. einen Blauen-Flecken-Kalender oder für Menstruierende die App "MyFlow Score". In dieser App kann man seine Regelblutung dokumentieren und das Risiko einer Blutgerinnungsstörung auswerten lassen. 

Warum zum/r SpezialistIn?

"Das ist doch normal, bei mir ist das auch so“ ist nicht selten die Auskunft innerhalb der Familie, wenn man von seinen Symptomen berichtet. Was eigentlich beruhigend klingt, kann aber ein zusätzlicher Hinweis auf das vWS sein. Denn da die Erkrankung erblich bedingt ist, können auch Familienangehörige unter demselben Syndrom leiden und so wird das vWS in der Regel erst spät diagnostiziert. Dadurch geht wertvolle Zeit für eine frühzeitige Diagnose und Behandlung verloren. Dabei ist Früherkennung besonders wichtig, um vor allem im Notfall vorbereitet zu sein. 
 
Daher empfiehlt es sich bei spezialisierten ÄrztInnen vorzustellen, da diese sich mit den Feinheiten der Diagnostik und Bewertung von Blutwerten sehr gut auskennen.
 
Eine Erkältung, Stress, Blutgruppe oder auch erhöhte körperliche Anstrengung können vor allem bei der leichten Ausprägung des vWS, sprich Typ 1, bestimmte Blutwerte  kurzzeitig verändern und somit die Diagnosestellung erschweren. Bei einem Verdacht solltest du also nicht zögern spezialisierte ÄrztInnen für Blutgerinnungsstörungen aufzusuchen. Unsere Arzt-Suche hilft dir SpezialistInnen in deiner Nähe zu finden.